{"id":148,"date":"2014-06-17T14:46:26","date_gmt":"2014-06-17T12:46:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.rydl.de\/?p=148"},"modified":"2014-10-12T15:22:22","modified_gmt":"2014-10-12T13:22:22","slug":"ballaststoffe-teil-i-mangelware-in-der-ueberflussgesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.rydl.de\/?p=148","title":{"rendered":"Ballaststoffe: Mangelware in der \u00dcberflussgesellschaft &#8211; Teil I"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unsere moderne Ern\u00e4hrung enth\u00e4lt viel zu wenig Ballaststoffe. Mit negativen Auswirkungen f\u00fcr unsere Gesundheit. Wissenschaftler empfehlen nun sogar Fertiggerichte damit anzureichern. Aber warum nicht gleich praktikable L\u00f6sungen f\u00fcr jeden anbieten?<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_151\" style=\"width: 764px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-151\" class=\" wp-image-151 \" src=\"http:\/\/blog.rydl.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Russische-Eier.jpg\" alt=\"\u00a9 2014, Verena Rydl\" width=\"754\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/blog.rydl.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Russische-Eier.jpg 754w, http:\/\/blog.rydl.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Russische-Eier-300x159.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 754px) 100vw, 754px\" \/><p id=\"caption-attachment-151\" class=\"wp-caption-text\">Ballaststoffe: Mangelware<\/p><\/div>\n<p><strong>Unverdauliche Wohlt\u00e4ter<\/strong><\/p>\n<p>Gestern berichtete der Spiegel in seiner Online-Ausgabe unter dem Titel \u201e<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/ernaehrung\/ballaststoffe-schuetzen-vor-darmkrebs-diabetes-und-herzinfarkt-a-974722.html\" target=\"_blank\">Die untersch\u00e4tzten Fasern<\/a>\u201c \u00fcber die Ergebnisse verschiedener aktueller Studien zu den positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Ballaststoffen in der Nahrung.<\/p>\n<p>Diese beugen nicht nur dem Darmkrebs vor, sondern senken offenbar auch das Herzinfarktrisiko, hemmen allergische Entz\u00fcndungsreaktionen der Lunge, wirken Asthma entgegen, z\u00fcgeln den Appetit und verbessern den Fett- und Zuckerstoffwechsel. Selbst wenn einige dieser Wirkungen bislang nur mit Tierversuchen belegt wurden, steht doch au\u00dfer Frage, dass Ballaststoffe in der Nahrung mehr bewirken, als schlicht die Verdauung zu f\u00f6rdern und den Toilettengang zu erleichtern. Und das alleine w\u00e4ren schon gute Gr\u00fcnde zu versuchen, mehr von diesen n\u00fctzlichen Helfern zu sich zu nehmen.<\/p>\n<p><strong>Wunsch und Wirklichkeit<\/strong><\/p>\n<p>Mindestens 30 bis 40 Gramm Ballaststoffe sollten wir t\u00e4glich zu uns nehmen, davon sollten, Pi mal Daumen, etwa zwei Drittel unl\u00f6sliche und ein Drittel l\u00f6sliche sein. Tats\u00e4chlich nehmen wir mit unserer Nahrung im Schnitt aber nur rund 18 g zu uns. Und diese Zahl hat sich seit rund 20 Jahren kaum verbessert. Nicht zuletzt, weil es m\u00fchsam ist, sich \u00fcber die jeweiligen Ballaststoff-Gehalte jedes einzelnen Lebensmittels zu informieren. Dies zumindest ist durch das Internet inzwischen sehr viel leichter geworden. Aber Hand aufs Herz: Wer macht das schon dauerhaft?<\/p>\n<p>Das Problem: Die gewohnte Ern\u00e4hrung zu ver\u00e4ndern f\u00e4llt uns allen sehr, sehr schwer. Wir kochen eben eher ein garantiert wohlschmeckendes Lieblingsgericht als ein ern\u00e4hrungsphysiologisch vollkommen ausgewogenes, das wom\u00f6glich sogar noch ungewohnte Gem\u00fcse enth\u00e4lt. Dieses Festhalten an Vorlieben und Gewohnheiten ist ein gro\u00dfes Hindernis f\u00fcr jede Di\u00e4t, f\u00fcr jede Ern\u00e4hrungsumstellung. Wenn wir uns \u00fcberhaupt noch die M\u00fche machen, zu kochen, denn der Anteil an konsumierten \u201eConvenience\u201c-Produkten der Industrie steigt immer mehr an.<\/p>\n<p><strong>Mehr Ballast tut Not<\/strong><\/p>\n<p>Die Wissenschaftler im Spiegel-Artikel sehen dies offenbar \u00e4hnlich pessimistisch, denn sie empfehlen, Fertiggerichte gleich in der Fabrik mit Ballaststoffen anzureichern. Dies geschieht in der Produktion speziell mit dem Attribut \u201eballaststoffreich\u201c beworbener Lebensmittel ohnehin seit langem und w\u00fcrde nur eine leichte Umstellung der Rezepturen erfordern.<\/p>\n<p>Aber kann es wirklich die einzige L\u00f6sung sein, der Industrie die L\u00f6sung zu \u00fcberlassen? Kann man den Leser so im Regen stehen lassen?<\/p>\n<p>Als ich den Spiegel-Artikel las, musste ich an meine Arbeit als Autor f\u00fcr die WDR-Sendung \u201eHobbythek\u201c denken. Dort wurde ballaststoffreiche Ern\u00e4hrung bereits vor weit \u00fcber 20 Jahren propagiert. Vor allem wurde schon damals ein meines Erachtens besserer Weg aufgezeigt. Denn viel besser w\u00e4re es, einfach die Gerichte, die wir (immer noch) gerne und h\u00e4ufig kochen ballaststoffreicher zu gestalten. Und das ist \u00fcberhaupt nicht aufw\u00e4ndig. Dank hierf\u00fcr geb\u00fchrt dem vision\u00e4ren Hobbythek-Begr\u00fcnder und Wissenschaftsjournalisten Jean P\u00fctz, der genau dieses, f\u00fcr jeden leicht umsetzbare, Konzept propagierte. Der ist zwar heute im (Un-)Ruhestand aber immer noch h\u00f6chst aktiv und umtriebig. Hier der <a href=\"http:\/\/www.jean-puetz.net\/\" target=\"_blank\">Link zur Homepage von Jean P\u00fctz<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Eine einfache Alternative<\/strong><\/p>\n<p>Viele Freunde der Hobbythek begingen am 21. M\u00e4rz diesen Jahres mit Bedauern den zehnten Todestag der Einstellung der Sendung im WDR-Programm. Aber sicherlich nicht in stillem Gedenken, sondern aktiv. Indem sie Brote backten, Konfit\u00fcren herstellten, ihren Kaffee s\u00fc\u00dften, W\u00e4sche wuschen oder Kosmetikprodukte selbst anr\u00fchrten. Alles mit Rohstoffen, die fr\u00fcher ausschlie\u00dflich der Industrie vorbehalten waren und die erst die Hobbythek den m\u00fcndigen B\u00fcrgern zug\u00e4nglich machte.<\/p>\n<p>Denn auch heute noch, zehn Jahre nach Einstellung, hat die Grundidee Bestand. Dass man selbst wissen und bestimmen sollte, was in einem Produkt drin sein darf. Und wenn die Industrie dies so nicht anbietet, macht man es eben selbst.<\/p>\n<p>Es gibt gl\u00fccklicherweise immer noch viele Anh\u00e4nger dieser Idee und daher auch noch eine ganze Reihe von Unternehmen, die die von Jean P\u00fctz und der Hobbythek inspirierten Rohstoffe anbieten.<\/p>\n<p>Und das bietet Ihnen als Leser die in Europa und wom\u00f6glich sogar weltweit einzigartige M\u00f6glichkeit, nahezu jedes Ihrer Lieblingsgerichte mit gesunden l\u00f6slichen und unl\u00f6slichen Ballaststoffen problemlos anzureichern. Denn was die Industrie kann, k\u00f6nnen Sie schon viel leckerer.<\/p>\n<p>Dies genauer zu erkl\u00e4ren, w\u00fcrde den Artikel allzu lang machen.<\/p>\n<p>Darum folgt schnellstm\u00f6glich Teil II, in dem ich denjenigen, die Produkte wie Erbsen- und Weizenfasern, Gummi Arabicum und andere seinerzeit nicht kennen gelernt haben einen ersten kleinen Einstieg erm\u00f6gliche. Erkl\u00e4re, wie man ausf\u00fchrliche Informationen dar\u00fcber erh\u00e4lt, wie man sie heute noch beziehen kann. Meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen teile, wie man sie im t\u00e4glichen Leben am besten verwendet.<\/p>\n<p>Und ich verspreche Ihnen das aktuelle (weil in stetiger Entwicklung befindliche) Rezept meines selbst entwickelten Lieblingsbrotes. Das enth\u00e4lt mindestens 14,5% Ballaststoffe, mit von Backen zu Backen steigender Tendenz.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: none !important; visibility: hidden !important; opacity: 0 !important; background-position: 0px 0px;\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/a00c6e44f4604c3088b70ab4c4123dad\" alt=\"\" width=\"0\" height=\"0\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere moderne Ern\u00e4hrung enth\u00e4lt viel zu wenig Ballaststoffe. Mit negativen Auswirkungen f\u00fcr unsere Gesundheit. Wissenschaftler empfehlen nun sogar Fertiggerichte damit anzureichern. 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